Nicht verzagen, einfach fragen
Wer eine Webpräsenz hat, kann sehen, welche Stichworte oder Fragen bei Google eingegeben wurden, bevor bei ihm eine Seite über einen Google-Link aufgerufen wurde. Hin und wieder schaue ich mir das an; denn so kann ich einschätzen, ob z.B. meine informierenden Seiten tatsächlich jemanden interessieren oder ob Leute nur zufällig auf meinen Seiten landen, weil eines der bei Google eingegebenen Worte zwar bei mir vorkommt, es aber eigentlich nicht den Kern des Suchinteresses repräsentiert. - Es hilft einem also, den tatsächlichen Wert seiner Veröffentlichungen für andere realistisch einzuschätzen. - Aber es ist auch unterhaltsam; denn häufig wird nicht nur nach einzelnen Begriffen gesucht, sondern nach Antworten auf sehr differenzierte Fragen.
Wer heutzutage beispielsweise krank geworden ist, berichtet erstmal Google, wie's ihm geht und fragt, was er hat und wie er damit umgehen soll:
Oder Patienten betreiben medizinische Hintergrundrecherche:
Nicht immer wurde Google ausführlich genug über das Anliegen in Kenntnis gesetzt:
Google kann man alles fragen:
Und man kann über Google die Mutter seiner nächsten Kinder kennen lernen:
Wenn man nicht hier hängen geblieben ist:
Das ist übrigens nur ein ganz winziger Auszug aus einem Tag Google-Verweise auf meine Webpräsenzen.
So viel vor Googles Datensammel- und Datenanalyse-Tätigkeit und den daraus resultierenden Machtmissbrauchsmöglichkeiten auch immer zurecht gewarnt wird, beeindruckt mich persönlich die enorme Lebensberatungs-, Aufklärungs- und Zusammenführungsleistung Googles bislang doch sehr positiv. Dass mit Google alle Menschen "jemanden" haben, der ihnen bei allem, was sie gerade beschäftigt, weiterhilft, finde ich geradezu rührend. Solange das noch nicht, gegen Menschenrechte und ideelle Vielfalt gerichtet, missbraucht wird, genieße ich es sehr.
Ute Ziemes 10.11.2009
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